Die Lage

Pons liegt 20km südlich von Saintes an der Autobahn A10 und der Landstraße RN137, 100km nördlich von Bordeaux und nur 5km von der Autobahnausfahrt Nr. 36 entfernt. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Flugplatz.
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Geschichte

“Wenn schon nicht König von Frankreich, dann wenigstens Feudalherr von Pons”
Die Stadt Pons liegt auf einem Felsvorsprung über dem Tal der Seugne. In der Jungsteinzeit begann man ihn zu besetzen und seine strategische Lage zu nutzen.Die Gallier etablierten eine stadtartig angelegte Siedlung vor der Ankunft der römischen Besatzung. Die Römer blieben 300 Jahre. Aus dieser Zeit bewahrte sich Pons seinen Namen. Da das sumpfige Tal überquert werden musste, verwendeten die Römer ein System von Brücken auf Stelzen, die "pontes", was zu der Bezeichnung der Stadt führte. Und wenn aus "pontes", nun geschrieben "Pons" wurde bleibenderen Einwohner dennoch die "Pontoi".
Seit dem 10. Jahrhundert hat Pons seine Burg. Eingegliedert im Reich von Aquitänien seit 1152, rebellierte die Saintonge gegen seinen Lehnsherr im Jahre 1179. Richard Löwenherz kam um die Revolte niederzuschlagen und die Burg zu zerstören. Geoffroy III, der erste einer langen Dynastie Lehnsherren von Pons, beeilte sich mit dem Wiederaufbau und der neue Zwinger wurde 1187 fertig gestellt. Eine wichtige strategische Lage zwischen Aquitanien und dem Königreich Frankreich während des 100-jährigen Krieges. Pons bewahrte sein Erbe auch entsprechenden Wechsel von einem zum anderen Lager. Durch Renaud VI mit seinem Feudalrecht erreichte die Gegend durch bedeutende territoriale Erweiterungen ihren Höhepunkt gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Ein Zitat aus dieser Zeit veranschaulicht die Macht der Feudalherren von Pons « Wenn schon nicht König von Frankreich, dann wenigstens Feudalherr von Pons ». Der 100jährige Krieg endete 1453 und ein Wiederaufleben de Stadt begann. Aber bald starteten die Religionskriege und die Stadt wurde eine protestantische Hochburg, die im Jahre 1621 belagert wurde. Sie ergab sich ohne Widerstand und so endete endgültig die militärische Rolle.

Die Dynastie der Feudalherren von Pons starb 1586 aus. Der Familie d’Albret gelang es im 17. Jahrhundert aus den Ruinen der alten Burg wieder ein Herrenhaus aufzubauen, dem heutigen Rathaus. Bis zur Revolution gehörte die Lebensherrschaft zu Lorraine-Marsan.

 

Sehenswürdigkeiten:

  • Der mittelalterliche Kerker

    Er wurde 1187 von Geoffroy III fertiggestellt, nachdem die ursprüngliche Burg von Richard Löwenherz zerstört worden war. Der Zwinger ist 30 Meter hoch, rechteckig (26 m mal 15 m), und ein typisches Beispiel für die romanischen westlichen Bauten.Es ist das letzte Überbleibsel der mittelalterlichen Festung und war eine Stadt, die Protestanten nach dem Edikt von Nantes Schutz bat. Belagert, unterwirft sich die Stadt 1621 ohne Widerstand Ludwig dem XIII. Richelieu ordnete die Zerstörung der Burg und Stadtmauern, nur der Donjon wurde erhalten und ist heute einer der besterhaltenen der Saintonge.
    Sein oberer Abschluss ist eine fantasievolle Restaurierung des 20. Jahrhunderts, vorher gab es weder Türmchen noch Zinnen.
  • Die Burg / Rathaus (ehemalig)

    Nach den Wirren der Religionskriege, dem Zerstören der Burg, ging die Dynastie der Feudalherren von Pons unter und ging in das Geschlecht der d’Albret über. Auf den Ruinen der alten Burg baute Heinrich der Erste d’Albret ein neues Herrenhaus, das bis vor kurzem das Rathaus beherbergte. Sein Sohn Phébius d’Albret, der auch Marschall von Frankreich am Hofe war, erweiterte den Bau um einen französischen Garten. Ursprünglich waren die ehemalige Bücherei und Rathaus ein einziges Gebäude.
    Der fehlende Teil des Gebäudes fiel dem Feuer zum Opfer.
  • Sankt Jakob von Compostella

    Vier Hauptwege führen nach Santiago di Compostela: Tours, Vézelay, Le Puy et Arles. Pons liegt an der Via Turonensis, die von Tours nach Santiago di Compostela führt. Ab dem XII. Jahrhundert ist Pons für sein Gastfreundschaft und Sicherheit bekannt. Zu dieser Zeit ist das Pilgern auf seinem Höhepunkt und tausende von Gläubigern sind unterwegs.
    Es gibt entlang der Wege viele Kirchen und Anlaufstellen die die Pilger aufnehmen. Sankt Jakob war einer der zwölf Apostel.Dieser hat die iberische Halbinsel im ersten Jahrhundert nach Christie evangelisiert und wurde von dem römischen Kaiser von Palestina in Jerusalem enthauptet. Nach einer Legende wurde sein Körper in ein Steinboot gelegt, das durch Gottes Hand geführt, an den Stränden Galiciens im Nordwesten Spanien landete.
    Ihm wurden viele Wunder zugeschrieben.
  • Das Krankenhaus - Weltkulturerbe

    Das Sankt Nikolaus Hospiz in Pons war schnell mit der Menge an Kranken, Armen, Pilgern und Waisen die es galt aufzunehmen überfordert. Deshalb beschloss Geoffroy III ein neues Hospiz außerhalb der Stadt zu bauen. Er selbst wurde dort 1192 beigesetzt. Es liegt an der ehemaligen Strasse nach Bordeaux und ist das letzte Exemplar seiner Art. Seine Planung ist symbolträchtig : Behandelt wurden der Körper und die Seele. Tatsächlich verbindet ein Torbogen die Kirche im Osten (zerstört) und die Patientenzimmer im Westen. Unter diesem Bogen, auf welchem früher noch ein Turm sass und der vor Regen und Sonne schützte, wurden den Armen Brot verteilt und die Waisen abgelegt. In den Wänden wurden Graffiti eingraviert die diese Zeit dokumentieren.
  • Heilpflanzengarten

    Ein medizinischer Heilgarten vom Mittelalter inspiriert rundet diesen außergewöhnlichen Ort ab. Über hundert Pflanzen mit therapeutischen Fähigkeiten werden dort angebaut. Es gibt insgesamt vier Quadrate mit verschiedenen Wirkungsbereichen.
  • Die Seugne

    Ruhiger Fluss der die ersten Menschen mit ihren Tieren aufgenommen hat. Das fruchtbare Land begünstigte die Einrichtung eines gallischen Oppidum, deren wichtige Bedeutung durch die archäologischen Grabungen untermauert wurde. Und das lange bevor die Römer sich hier niedergelassen haben und die Stadt mit ihren Brücken gebaut haben.
    Diese Brücken von grosser strategischer Bedeutung haben die Wege nach Cognac und Angouleme ermöglicht un dem Ort seinen Namen gegeben.
    Das wirtschaftliche Leben wurde um die Fischerei, Gerberei und insgesamt 14 Mühlen organisiert. Die letzte Mühle wurde erst vor ein paar Jahren still gelegt.
  • Kirche Saint Vivien

    Diese Kirche hat den typischen Stil der romanischen Kirchen aus der Saintonge. Im 13. Jahrhundert wurden Veränderungen vorgenommen aber der typische Charakter blieb. Seine Originalität liegt in vier Halbsäulen, die die Fassade senkrecht teilen. Eine Seltenheit in der Saintonge.
  • Der Stadtgarten

    Hier lag der eigentliche Hof der Burg. Nachdem er nicht mehr militärisch genutzt wird, wird er im 17. Jahrhundert durch Phébius d’Albret geebnet. 1665 wir ein Garten à la française inspiriert von Le Nôtre angelegt. Die heutige Anlage hat allerdings nichts mehr damit zu tun. Wandern sie an der Oberseite des Gartens und geniessen Sie den Blick auf das Tal der Seugne und die herrliche Treppe des 17. Jahrhunderts.
    Ganz in der Nähe auch ein Rest Wendeltreppe, ein Überbleibsel der Burg, die 1621 zerstört wurde.
  • Treppe des César Phébus d’Albret

    César Phébus d’Albret liess diese Treppe bauen um leichter in den Obstgarten zu gelangen. Der Architekt hat mit dieser Treppe ein Meisterwerk gebaut, weil er die topografischen Bedingungen einplanen musste. Er hat diese Treppe so gebaut, dass die 142 Stufen rauf und runter ein richtiger Spaziergang ist.
  • Kirche Saint Martin

    Die alte Kirche des gleichen Namens lag früher neben dem gleichnamigen Friedhof. Heute gibt es davon nur noch ein paar Steine. Lange Zeit war dies die wichtigste religiöse Stätte. Immer wieder zerstört und wieder aufgebaut. Die heute Kirche wurde 1834 gebaut.
  • Square Agrippa d’Aubigné

    Machen Sie einen Halt auf dem Platz der dem Dichter des 16. Jahrhunderts gewidmet ist. Dieser hat in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe das Licht der Welt erblickt. Er war Bekannt für seine Werke und militärischen Heldentaten an der Seite der Protestanten, ebenso war er der Grossvater der katholischen Marquise de Maintenon, Mätresse König Ludwig des XIV.

 

 
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Aktualisiert: Dienstag, den 28.3.2017